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Da ein Zeigestab fehlte, rüstete der stellvertretende Bürgermeister Heinz Sandbrink den Architekten Helmut Hettwer kuzerhand mit einer Zeichnungsrolle aus, um ihm die Präsentation des Planungsentwurfes zu erleichtern.
So nun trefflich bewaffnet stellte der Architekt heraus, dass es bei der Planung der neuer Baugrundstücke unter anderem galt, die Wirkungen der Lärmbelastung durch die nahe liegende Bundesstraße 214 zu berücksichtigen. Hierzu und auch für eine verkehrstechnische Anbindung an die Bundesstraße wurden konkrete Vorgaben in den Entwurf eingearbeitet.
Gerhard Triphaus (CDU) fragte angesichts der stetig steigender Energiekosten für Öl oder Gas nach, ob in die Planungen auch an Vorgaben für ein energiesparendes Bauen gedacht worden sei.
Planer Hettwer verwies hierzu auf die Möglichkeit, Solarzellen auf die Dächer zu montieren, was der Entwurf ausdrücklich erlaube. Die Nutzung von Erdwärme sei hier schwierig, womöglich aber machbar. „Am Ende entscheidet der Geldbeutel des Bauherren“, notierte er sinngemäß abschließend.
Nachdem Gebäudeernergie-Berater Christian Pohlmann (FDP) die Erfordernis eines energiesparenden Bauen nochmals unterstrich, stellte Heinz Sandbrink /CDU) einen anderen Aspekt heraus. „Viele Bürger, die ein Haus bauen möchten, schaffen das finanziell gerade einmal so. Sie schaffen es nicht mehr, wenn wir im Bebauungspkan zu strikte Vorgaben treffen.“
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1 Kommentar
1"Energetisches Bauen" Ich als Gebäudeenergieberater unterstrich das Engagement in Sachen alternativer Energien nicht nur, ich wies auch noch auf die Möglichkeit hin, neue Anreize zum Bauen im Ankum zu schaffen, indem beispielsweise spezielle Förderungen oder Zuschüsse der Gemeinde für Häuslebauer geschaffen würden. Ich richtete meine Ansprache gegenüber dem gesamten Rat, der diesen Vorstoß größtenteils positiv abnickte (im Hinterkopf zu behalten), als ich darum bat, dies künftig mal gemeinsam, genauer zu durchleuchten - einige Kommunen haben bereits solche Anreizpakete, denn es muss festgehalten werden, dass die Nachfrage an Baugrundstücken nach Wegfall der Eigenheimzulage auch in Ankum stark nachgelassen hat. Einerseits schafft man neue Möglichkeiten zum Bauen, durch neue Baugebiete - möchte sogar fast noch energetisches Bauen erzwingen - da muss man Vorsichtig sein, dass die Baugrundstücke nicht überlange Brach liegen (gerade dieser Bebauungsplan wurde häufig überarbeitet, weil wohl die Grundstücke lange Zeit nicht verkauft werden konnten). Richtig ist die Einschätzung, dass die meisten Häuslebauer das kostenmäßig mal gerade so eben schaffen – aber in einem Atemzug mit dem Nachdenken über erweiterten Auflagen durch zusätzlicher Energetischer Anforderungen?! Lieber neue Anreize (Förderungen, Zuschüsse, etc.) schaffen und nicht noch mehr Auflagen. Der mündige Bürger darf dann selber entscheiden in wie weit er seine Energiebilanz noch zusätzlich aufbessert. Richtig und gut ist es, dass bei diesem Bebauungsentwurf ein offeneres Bauen möglich sein wird. Die steinzeitlichen Bebauungsplanzusätze werden hier aufgebrochen. Beispielsweise ist das Satteldachbauen nicht zwingend erforderlich. Der architektonischen Gestaltung bleibt sehr viel mehr Spielraum, auch durch Wegfall von Trauhöhen und der >Möglichmachung< von zweigeschossigen Bauen. Ein „Ausufern“ des Bauens, zum Nachbarschutz, kann und wird auf andere Weise sichergestellt (Vergrößerung des Bauwichs, etc.). Christian Pohlmann (FDP im Gemeinderat Ankum)
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