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Zu viele Schweine, zu schweres Hundefutter, mangelnde Ladungssicherung PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 13. März 2008

Bilanz der länder- und behördenübergreifenden Großkontrolle auf Autobahn 30

 Polizei PressefotoMünster / Osnabrück / Lotte. Die Kontrolle auf der Autobahn A 30 als Gemeinschaftsaktion der Polizeidirektion Osnabrück und des Polizeipräsidiums Münster hat am Donnerstag von 10:00 Uhr bis 15:30 Uhr auf der Autobahn 30 in beiden Fahrtrichtungen zum Teil erschreckende Zahlen und  Erkenntnisse zu Tage gefördert.

Mit etwa 170 Einsatzkräften von Polizei, Bundesamt für Güterverkehr, Zoll, Landkreis Steinfurt, Veterinäramt, Amt für Arbeitsschutz, der niederländischen Autobahnpolizei und der Regiopolitie Twente, sowie des Technischen Hilfswerk wurden insgesamt 213 Fahrzeuge und 235 Personen kontrolliert. Die Beanstandungsquote lag bei etwa 30 Prozent.
Zusätzlich wurde im Bereich Leer auf der Autobahn 28 und auf der Autobahn 1 im Bereich Cloppenburg der Schwerlastverkehr kontrolliert.

Hauptziel war die Kontrolle des Schwerlastverkehrs. Weiterhin wurden auch Kontrollen im Pkw-Verkehr zur Kriminalitätsbekämpfung durchgeführt. Von der Autobahnpolizei Münster waren Zivilkräfte des Einsatztrupps und das gemeinsame Polizeiteam (GPT) der Polizeidirektion Osnabrück, bestehend aus Polizeibeamten aus Niedersachsen, der Bundespolizei und der niederländischen Polizei, eingesetzt. 

Polizei Pressefoto
Das Foto zeigte bei der Pressekonferenz links Leitenden Polizeidirektor Udo Weiss vom Polizeipräsidium Münster, und rechts Leitenden Polizeidirektor Karl- Heinz Brüggemann von der Polizeidirektion Osnabrück.

Die Kontrollen führten zu folgenden Ergebnissen:
3 Strafanzeigen
43 Ordnungswidrigkeitenanzeigen, davon 24 Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten,
5 Alkotest,
3 Drogentest,
6 Lastwagen wurde die Weiterfahrt wegen technischer Mängel und mangelhafter Ladungssicherung untersagt,
Sicherstellung eines entwendeten Pkw, der Fahrer wurde festgenommen,
3 weitere Personen wurden festgenommen, darunter ein Pole, gegen den ein Haftbefehl wegen räuberischer Erpressung vorliegt (in seinem Fahrzeug wurden auch gestohlene Kennzeichen sichergestellt),
4 arbeitsrechtliche Verstöße wurden von Angehörigen des Hauptzollamtes Münster festgestellt.

Ein polnischer Transporter war mit 45 Prozent überladen. Sein Ladegut bestand aus lebenden Schweinen. Die Fahrt sollte in die Niederlande gehen. Ein deutscher Lastwagen war mit 30 Prozent überladen. Dieses Mal bestand die Ladung aus Hundefutter. Ein ukrainischer Lastwagen durfte nicht weiterfahren, weil eine Bremsscheibe gebrochen war. Weiterhin wurde bei einem polnischen Transporter (Sprinter) eine Überladung von über 50 Prozent festgestellt. Beladen war dieser mit Computerteilen. Er musste abladen.

Bei dem Pressegespräch auf dem Parkplatz Brockbachtal an der Autobahn 30 zeigten sich Leitender Polizeidirektor Udo Weiss vom Polizeipräsidium Münster und Leitender Polizeidirektor Karl-Heinz Brüggemann überzeugt, dass diese Form gemeinsamer, länderübergreifender Kontrollen äußerst effektiv sind: „Wir werden auch in Zukunft diese Form dieser guten Zusammenarbeit weiter fortführen.“

Quelle: Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Münster und der Polizeidirektion Osnabrück vom 13.03.08

 
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