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Wenn die Begrüßung zum Missverständnis wird PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 16. April 2008

Seminar über Gefahren kultureller Unterschiede

Foto: MaßArbeit
Vor kulturellen Missverständnissen warnten (von links) Bildungskoordinator Michael Fedler und die Referenten Franz-Josef Lotte und Jutta von Benthem.Foto: MaßArbeit
Osnabrück. Der Umgang von Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen birgt ein Dilemma. Was in einer Kultur als nett und freundlich gilt, kann in einer anderen genau das Gegenteil bedeuten. Mit diesen Unterschieden beschäftigte sich jetzt eine Fortbildung für Lehrer und Schulsozialpädagogen im Kreishaus.

Selbst die einfache Begrüßung zwischen zwei Menschen könnten in verschiedenen Kulturkreisen völlig unterschiedlich gedeutet werden, sagte Referent Franz-Josef Lotte. In einer Kultur geschehe dies durch eine distanzierte Geste ohne Körperkontakt, in einer anderen sei gerade der Körperkontakt nötig, warnte Lotte vor Missverständnissen. Genau so sei es auch bei Konflikten, so Lotte. Auch diese würden in den unterschiedlichen Kulturen unterschiedlich, wahrgenommen, angesprochen und gelöst.

„Genau darauf wollen wir aufmerksam machen und Lösungsansätze vermitteln“, sagte Michael Fedler, Bildungskoordinator des Landkreises Osnabrück und einer der Organisatoren der Fortbildung. Zusammen mit Jutta van Benthem vom Mediationsbüro Osnabrück e.V. war er sich einig: „In den Schulen wird die kulturelle Vielfalt der Gesellschaft besonders deutlich. Das ist nicht nur eine Quelle von Konflikten, auch bei der Lösung müssen kulturelle Aspekte berücksichtigt werden.“ Deshalb sei es wichtig, dass Lehrer und Sozialpädagogen über die notwendige interkulturelle Kompetenz verfügten, um drohenden Konflikten rechtzeitig vorzubeugen.

Die Veranstaltung im Kreishaus war Teil einer Veranstaltungsreihe von Landkreis Osnabrück, Stadt Osnabrück und Mediationsbüro Osnabrück e.V. zur Fortbildung von Lehrkräften und Schulsozialpädagogen in neuen Ansätzen schulischer Gewaltprävention. Informationen über weitere Fortbildungsangebote gibt es auf Anfrage unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können .
Quelle: Pressemitteilung landkreis Osnabrück vom 16.04.08

 
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