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Neues Infozentrum bietet Erdgeschichte zum Anfassen
Osnabrück. Geologie für drinnen: Im Museum am Schölerberg entsteht zurzeit eine ungewöhnliche Ausstellung zum Thema Erdgeschichte mit unmittelbarem Blick auf die Landschaft des Osnabrücker Landes. Bei einer Besichtigung der „Baustelle“ wurde nun erstmals das Konzept vorgestellt.
Manch einem jagt das Geräusch einen kalten Schauer über den Rücken. Wenn Julius Thomas Tamar mit dem Messer Leichtbauplatten in längliche Stücke schneidet, will er aber keineswegs Museumsbesucher erschrecken. „Das Material ist perfekt geeignet, um damit Felswände nachzubauen“ erklärt der Künstler und klebt ein weiteres Stück Styrodur auf einen Unterbau aus Bandstahl und Faserplatten. In einigen Ausstellungsbereichen sind die künstlichen Felswände bereits fertig gestellt und wirken tatsächlich täuschend echt. „In sieben Segmente werden die rund 300 Quadratmeter aufgeteilt“ erläutert Ausstellungsplaner Detlef Gehrs.  Statt des Fürchtens lehrt dieser Saurier die Erdgeschichte des TERRA.vita Naturparks im Museum am Schölerberg: (v.l.) Landrat Manfred Hugo, Museumsdirektor Dr. Dietmar Grote, Künstler Julius Thomas Tamar und die geologische Präparatorin der Ausstellung, Angelika Leitner.
Dabei entsteht eine Kulisse, die dem Besucher das Gefühl gibt, er bewege sich durch Sandgruben oder Steinbrüche“. Dabei geht es um das gleiche Thema, das auch der Natur- und Geopark TERRA.vita bei seinen Angeboten stets in den Mittelpunkt stellt: Der Wandel der Landschaften im Laufe der vergangenen Jahrmillionen – festgehalten im Gestein. Auch mit einem Blick auf das aktuelle Thema „Klima“ – denn die Gesteine sind aussagefähige Zeugen des Klimawandels.
Museumsdirektor Dr. Dietmar Grote: „Das Museum am Schölerberg als Einrichtung der Stadt Osnabrück arbeitet in engem Schulterschluss mit TERRA.vita. Gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und zahlreichen Sponsoren entsteht hier ein Projekt, das für beide einen großen Gewinn darstellt“. Und TERRA.vita Geschäftsführer Hartmut Escher erläutert: „Wir stellen in der Ausstellung konkrete Ausflugsziele vor, wodurch eine enge Verknüpfung von innen und außen geschaffen wird.“ Und Landrat Manfred Hugo, der schon mal Saurierschädel und Mammutknochen besichtigte, ergänzt: „Die Ausstellung soll Lust auf TERRA.vita, das Original da draußen, machen.“
Die Eröffnung der ungewöhnlichen Ausstellung ist für den 15. Juni geplant, kurz vor der internationalen UNESCO-Geoparkkonferenz in der Stadthalle. Diese wird außerdem begleitet von zahlreichen Aktionen und der Geopark-Ausstellung auf dem Osnabrücker Marktplatz.
Quelle: Pressemitteilung Landkreis Osnabrück vom 13.03.08
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