|
Bezugnehmend auf das Auffinden zweier Leichen in Kettenkamp veröffentlichte das Bersenbrücker Kreisblatt vorab online einen ausführlichen Artikel, den wir hier nur in Ausschnitten wiedergeben dürfen. Kennzeichnung der Auslassungen: (...)
Zitiert:
ra Kettenkamp. Der gewaltsame Tod des Ehepaares Dobelmann aus Kettenkamp steht kurz vor der Aufklärung. Die Polizei hat heute in einem Waldstück die Leichen der beiden seit sieben Wochen Vermissten nur wenige hundert Meter entfernt von deren Haus entdeckt. (...) Der Haftbefehl gegen den 27-Jährigen soll noch in dieser Woche umgewandelt werden in einen Unterbringungsbefehl für ein Landeskrankenhaus.
(...) Heute haben die Ermittler die Leichen der beiden in einem Waldstück nur wenige hundert Meter entfernt vom Haus der Vermissten gefunden - nahezu genau an der Stelle, wo die Polizei schon einmal gegraben hatte. Der kleine Hügel aus frisch ausgehobenem sandigen Waldboden war schon zu Beginn der groß angelegten Suchaktionen aufgefallen. Grabungen an dieser Stelle waren Ende Februar aber ergebnislos. Heute nun haben die Ermittler die im Waldboden verscharrten Leichen von Ilse und Hartmut Dobelmann nur ein paar Meter entfernt vom Erdhügel doch noch entdeckt. (...)
Der tatverdächtige Sohn der beiden Getöteten hüllt sich nach wie vor in Schweigen. Sein Osnabrücker Anwalt Joe Thérond bestätigte heute unserer Zeitung, dass der 27-Jährige wahrscheinlich noch in dieser Woche aus der Lingener Haftanstalt verlegt wird in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung. Die Staatsanwaltschaft in Osnabrück hat nach Angaben ihres Sprechers Alexander Retemeyer die Umwandlung des Haftbefehls in einen entsprechenden Unterbringungsbeschluss beantragt, weil der Kettenkamper offenbar unter einer „paranoiden schizophrenen Psychose“ leide. Gegen diesen Antrag hat auch Thérond keinen Widerspruch eingelegt.
Die Last der Indizien gegen den 27-Jährigen scheint fast erdrückend.(...) Im Haus der Familie in Kettenkamp ließen Blutspuren keinen Zweifel an einem Verbrechen. „Das kann niemand überlebt haben“, beschrieb heute noch einmal Alexander Retemeyer den ersten Eindruck der Ermittlern im Schlafzimmer des Hauses. Und der Sohn habe versucht, diese Blutspuren zu entfernen. Der Zwei-Meter-Mann galt in dem Dorf mit 1700 Einwohnern als sanfter, scheuer Einzelgänger. Zwischen ihm und seinen Eltern soll es aber häufig zu Streit gekommen sein. Ein konkretes Motiv für die Gewalttat kennen aber weder Polizei noch Staatsanwaltschaft.
Kettenkamps Bürgermeister Werner Lager reagierte heute erleichtert auf den Ermittlungserfolg. „Die Trauer und die Anteilnahme in der gesamten Gemeinde sind noch immer groß“, sagte er, „aber jetzt können Freunde und Verwandte endlich Abschied nehmen von Ilse und Hartmut Dobelmann“. Und die spürbare Zurückhaltung der Einheimischen bei Waldspaziergängen werde nun wohl wieder nachlassen. Lager: „Viele hatten doch Angst, eine grausige Entdeckung zu machen.“
Quelle: http://www.bkr-net.de/ m 15,04.08 - 20:00 Uhr
> Übersicht über weitere Pressemitteilungen vom 15.04.08
|