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Fünf Landreise stellten gemeinsame Projekte bei Auftaktveranstaltung in Vechta vor
Osnabrück. Fünf Freunde sind sie schon, aber nun wollen die Landkreise Osnabrück, Cloppenburg, Diepholz, Oldenburg und Vechta ihre Kooperation auch in gemeinsamen Projekten mit Unternehmen vertiefen. Nachdem die strukturpolitisch bedeutsame Zusammenarbeit zur „Wachstumskooperation Hansalinie“ im November 2007 vereinbart worden war, haben der Erste Kreisrat des Landkreises Osnabrück, Dr. Reinhold Kassing, und die Landräte der Landkreise Oldenburg, Cloppenburg, Vechta und Diepholz die Kooperation im Rahmen einer Auftaktveranstaltung in Vechta vorgestellt.
 Die Landräte v. l.: Frank Eger (Oldenburg), Gerd Stötzel (Diepholz), Hans Eveslage (Cloppenburg), Albert Focke (Vechta) und Osnabrücks Erster Kreisrat Dr. Reinhold Kassing stellten die Kooperationsprojekte entlang der Hansalinie bei einer Auftaktveranstaltung in Vechta vor. Die Grüße der Landesregierung und ihr Angebot, das Vorhaben zu unterstützen, überbrachte der niedersächsische Wirtschaftsminister Walter Hirche. Im Wettbewerb sei es heutzutage immer wichtiger, dass sowohl Landkreise als auch Unternehmen gemeinsam an einem Strang ziehen und sich zu Kooperationen zusammenzuschließen, so Hirche. Zusammen mit den Unternehmen, Hochschulen und wirtschaftsnahen Einrichtungen der Region sollen die besonderen Standortqualitäten der Region entlang der A1, die zu den dynamischsten in Niedersachsen gehört, gesichert und ausgebaut werden.
Ziel der Zusammenarbeit ist es, vor allem positive Effekte für die Unternehmen in der Region zu erzielen. Der Erste Kreisrat Dr. Reinhold Kassing betonte, die Hansalinie habe besonders aufgrund der vielen jungen Arbeitskräfte beste Chancen im Wettbewerb der Regionen. „Seit 1989 ist die Bevölkerung entlang der Hansalinie um rund 24 Prozent gewachsen, gegenüber lediglich zehn Prozent im westdeutschen Durchschnitt,“ sagte Kassing. Junge Arbeitskräfte seien vor dem Hintergrund des Demografischen Wandels ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. „Die Region ist durch den Mittelstand geprägt, und der schafft Arbeitsplätze für die Menschen.“ So sei seit 1992 die Zahl der Erwerbstätigen entlang der Hansalinie um fast 21 Prozent gestiegen, gegenüber knapp drei Prozent im westdeutschen Durchschnitt.
Jeder der fünf Kooperationspartner betreut eines der Kompetenzfelder Logistik, Ernährungswirtschaft, umweltschonende Technologien, Maschinen- und Anlagenbau sowie Kunststoffverarbeitung. Der Landkreis Osnabrück ist für den Maschinen- und Anlagenbau zuständig. Die Aktivitäten werden von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land GmbH, WIGOS, koordiniert. In den Kompetenzfeldern werden Branchenplattformen und Arbeitskreise mit interessierten Unternehmen eingerichtet, um die Vernetzung zu fördern und gemeinsam getragene Projektideen zu entwickeln.
 Setzen sich für die Stärkung der Unternehmen entlang der Hansalinie A1 ein: Tobias Schmidt (WIGOS), Dr. Reinhold Kassing und Herbert Holtgreife (Solarlux). In solchen strukturpolitisch abgestimmten Wachstumskonzepten sehen die beteiligten Kreise eine wichtige Voraussetzung für eine effiziente Weiterentwicklung der Wirtschaftstandorte in der Region. Die Wachstumskooperation sieht sich nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den bestehenden Kooperationen. „Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt eindeutig in der Entwicklung und Realisierung von Projekten, die am Bedarf der Unternehmen orientiert sind,“ sagte Kreisrat Dr. Kassing.
Als Vertreter der Unternehmen in der Region referierte Herbert Holtgreife von der Bissendorfer Firma Solarlux auf der Veranstaltung. Der Unternehmer plädierte dafür, die Hansalinie professionell zu vermarkten. „Nur so kann man im Wettbewerb der Regionen erfolgreich sein,“ brachte es Holtgreife noch einmal auf den Punkt. Holtgreife war erst im Februar mit dem renommierten Hans - Grohe - Wirtschaftspreis für erfolgreiche Unternehmer ausgezeichnet worden.
Quelle: Presseinformation LandkreisOsnabrück vom 27.03.08
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