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Wurde das Ehepaar Dobelmann schlafend erschlagen ? PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 16. April 2008

Wir zitieren in Textausschnitten´. Fotos redaktionell beigestellt.

NDR- Online teilte heute um 17.05 Uhr mit:

Polizeifoto
Einer Gewlattat verdächtig: Torsten Dobelmann
"Das vermisste Ehepaar aus Kettenkamp bei Osnabrück ist offenbar mit einem Hammer erschlagen worden. Die Obduktion ergab, dass schwere Kopfverletzungen zum Tod der 56 Jahre alten Frau und ihres 60 Jahre alten Mannes führten. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Osnabrück mit. Wahrscheinlich seien den Eheleuten am Abend des 24. Februar im Schlaf die Schädel eingeschlagen worden. Die mutmaßliche Tatwaffe war gestern gemeinsam mit den Leichen etwa 500 Meter vom Wohnhaus der Familie entfernt gefunden worden. Das Paar war mit Schlafanzügen bekleidet und etwa 1,50 Meter tief eingeraben worden. Sein als psychisch auffällig geltender Sohn ist dringend tatverdächtig. Er sitzt seit Wochen in Untersuchungshaft. Ob er zur Tatzeit schuldfähig war, müsse ein psychologisches Gutachten zeigen, sagte Staatsanwalt Alexander Retemeyer. Der 2,02 Meter große Mann leide an einer paranoiden schizophrenen Psychose. (...) "

Das Bersenbrücker Kreisblatt berichtete im Online-Angebot http://www.bkr-net.de heute 19:00 Uhr:

Polizeifoto
Getötet: Hartmut Dobelmann
"(...) Kettenkamp: Dem Ehepaar wurden die Köpfe zertrümmert
Wahrscheinlich noch in dieser Woche wird der mutmaßliche Täter aus der Justizvollzugsanstalt in Lingen verlegt in eine geschlossene psychiatrische Abteilung des Ameos-Klinikums Osnabrück. Die Ermittlungsbehörden gehen eigenen Angaben zufolge davon aus, dass der 27-Jährige unter einer „paranoiden schizophrenen Psychose“ leidet.  Sollte sich diese vorläufige Diagnose bestätigen, könnte der Zwei-Meter-Mann zur Tatzeit schuldunfähig gewesen sein.

Polizeifoto
Getötet: Ilse Dobelmann
Einem Mitgefangenen habe er in der vergangenen Woche in der Lingener Untersuchungshaft gestanden, seine 56-jährige Mutter den den 60 Jahre alten Vater mit dem Hammer erschlagen zu haben, sagte Feldkamp heute weiter.  Bei der Obduktion der Leichen in Oldenburg fanden Gerichtsmediziner aber auch Würgemale an den Kehlen der beiden Opfer. Offenbar um diese Tat zu vertuschen, hat der Verdächtige nach Erkenntnissen der Mordkommission Blutspuren an den Wänden im Schlafzimmer der Getöteten und auf deren Matratzen mit Binderfarbe übertüncht.  Wie der Leiter der „Moko Kettenkamp“, Udo van Remmerden, mitteilte, haben Kriminaltechniker auch in der Garage und im Kofferraum des Autos der Eheleute Blutspuren der Opfer gefunden sowie blutdurchtränkte Taschentücher in einer Mülltonne.

(...) Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist es (,..) am Tattag, dem letzten Sonntag im Februar vor gut sieben Wochen, wie schon häufig zuvor zu einem Streit in der Kettenkamper Familie über die berufliche Zukunft des 27-Jährigen gekommen.
Die Eltern hätten ihren Sohn, der nach Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft „nicht arbeitswillig war“, immer wieder gedrängt, eine Ausbildung zu beginnen. Die offenkundige Bequemlichkeit des jungen Mannes erkläre auch, dass die Leichen nur rund 500 Meter vom Haus entfernt vergraben worden seien. Den entscheidenden Hinweis zur Entdeckung der Opfer und damit zur Aufklärung der Tat lieferte eine Biologin des Landeskriminalamtes in Hannover. (...)

Foto: Ankum-Omline.de
Polizei am 15.04.08 nahe des Fundortes im Wald bei Kettenkamp
„Ohne diese Hilfe hätten wir möglicherweise noch wochen- oder monatelang gesucht“, sagte Feldkamp. In den weitläufigen Feldern, Wiesen und Wäldern des nördlichen Landkreises Osnabrück gebe es abertausende Möglichkeiten, Leichen zu verstecken. Auch die akribische Aufarbeitung des bisherigen Lebens des Verdächtigen hätte bei der Suche nicht entscheidend weiterhelfen können.
Obwohl der 27-jährige seine Kleidung und Schuhe nach der Tat in Waschmaschine und Trockner gereinigt hatte, konnten noch kleinste Pflanzen- und Bodenpartikel entdeckt werden. Die passten zu dem frisch aufgeworfenen sandigen Erdhügel nur rund 500 Meter vom Haus des getöteten Eltern entfernt. In der knapp anderthalb Meter tiefen Grube fanden die Ermittler neben den mit Schlafanzügen bekleideten Opfern auch den Hammer.

Unklar ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft derzeit noch, ob es zu einer Anklage wegen Totschlags oder wegen Mordes kommen wird. Arglosigkeit der Opfer sei ein Mordmerkmal, sagte Feldkamp heute mit dem Hinweis darauf, das das Ehepaar wahrscheinlich im Schlaf getötet worden sei. "

 
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