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Kapitulation: Ankumer Weihnachtsmarkt PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 6. November 2007

"Es ist mehr als nur bedauerlich, dass ein gemeinsames Wirken der Gemeinde und der Werbegemeinschaft zugunsten Ankums offenbar nicht möglich war.  Mit dem jetzt beschlossenen Wegfall des Ankumer Weihnachtsmarktes in diesem Jahr wurde dem Ansehen unserer Gemeinde kein Gefallen getan", so Dieter Hütten (SPD). Auch Christian Pohlmann (FDP) äusserte sich enttäuscht über die stattgefundene Entwicklung, hofft aber noch auf eine kleine Ersatzlösung.

Schon seit einigen Tagen ist für alle Beteiligten klar, es wird in diesem Jahr keinen Ankumer Weihnachtsmarkt geben. Weitaus unklarer wird es, wenn man Nachfragen zu den Gründen des Scheiterns stellt. 

Gerhard Triphaus (CDU) sieht sich als Vorsitzender des Ausschusses für regionale Wirtschaft, Marketing und Tourismus des Ankumer Rates, dabei auch einer Werbegemeinschaft gegenüber gestellt, die in sich selbst oft uneins sei. Konzeptionelle Vorschläge der Werbegemeinschaft seien in Diskussionen von deren Mitgliedern alsbald selbst wieder verworfen worden. 

Solch ein konzeptioneller Vorschlag sei beispielsweise gewesen, gleich auf der Kirchburg vor dem Artländer Dom, Stände aufzubauen. Ein Vorschlag, dem seitens der Kirchengemeinde auch nicht widersprochen worden sei. Mitglieder der Werbegemeinschaft selbst hätten dann aber in Umkehrung des Absichtsgedanken deutlich gemacht, dass es dort oben viel zu windig sei. Ebenso sei im Denkansatz, am und im Landhotel Schmidt einen Markt aufzubauen, eine wesentliche Beteiligung seitens der Werbegemeinschaft abgelehnt worden.

Alfons Kröger, der uns heute stellvertretend für den abwesenden Vorsitzenden der Werbegemeinschaft "Freundliches Ankum" Auskunft gab, lokalisiert die Ursachen für die Verzwicktheiten schon zu einem weitaus früheren Zeitpunkt. Die Werbegemeinschaft habe der Gemeinde in einem Schreiben schon früh die eingeschränkten Möglichkeiten zur Umsetzung mitgeteilt. Man habe klar aufgelistet, welche Leistungen die Werbegemeinschaft erbringen könne.

Dieses Schreiben habe aber erst nach einer neuerlichen Zusendung zu einem Erwachen im "Wirtschaftsausschuss" geführt. Ein Erwachen, welches womöglich etwas spät an den Tag gelegt wurde. Denn so wie seitens der Gemeinde bis dahin angedacht, mit Verlagerung der Großlast aller Aufgaben und Verantwortung auf den Rücken der Werbegemeinschaft, sei das Vorhaben "Weihnachtsmarkt" niemals zu "stemmen" gewesen.

"Das ist nicht zu stemmen" oder "Das können wir nicht leisten" bezogen beide Seiten abseits finanzieller Aspekte auch auf die Arbeitsleistung von mindestens 55 Stunden, die man nach Gesprächen mit Rudi Billenkamp als Mindestmaß für das Aufstellen der Stände in Anschlag brachte.  Ankums Gastwirt und Hotelier Rudi Billenkamp und eine Reihe Ankumer Stammtische hatten in Jahren zuvor lange Zeit den Ankumer Weihnachtsmarkt verwirklicht und in einem bemerkenswerten Engagement eine Leistung erbracht, deren Ausmaß nun vielleicht die Gemeinde und die Werbegemeinschaft verschreckte.

Heißt das "Nun ade du mein lieb Weihnachtsmarkt" für Ankum ? 

Dazu Alfons Kröger: "Nein. Es gibt Ideen für das Bessermachen. Es gibt Leute, die jetzt schon an das nächste Jahr denken. Und diesen Anregungen wird sich die Werbegemeinschaft nicht verschliessen." 

 
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