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Freitag, 11. April 2008

Pädagogen informierten sich über Gewaltprävention

Pressefoto Landkreis Osnabrück
Nach Mitteln im Kampf gegen gewalttätige Jugendliche suchten (von links) Martin Möller, Martin Baumgartner-Heppner, Marion Pohlmann, Susanne Steininger, Kerstin Brockamp, Ralf Holzgrefe und Jutta Blumenau.
Bersenbrück. Wie geht man mit gewalttätigen Jugendlichen um? Wie kann man sie erreichen und ein Umdenken bewirken? Diesen Fragen stellten sich jetzt 70 Lehrer und Sozialpädagogen beim Workshop „Hart aber herzlich – Konfrontative Methoden in der Gewaltprävention.“

Die Konzepte des Anti-Aggressivitätstrainings und der konfrontativen Pädagogik stellen laut Referent Anti-Aggressivitätstrainer Martin Baumgartner-Heppner und Deeskalationstrainerin Kerstin Brockamp zahlreiche Anregungen bereit. Ziel einer solchen Intervention sei die Auseinandersetzung mit dem Leiden der Opfer sowie der Stärkung von Empathie und der Aufbau alternativer Handlungsweisen bei gewalttätigen Jugendlichen, so die Referenten. Ein wichtiger Aspekt sei es dabei, die Rechtfertigungsstrategien der Täterinnen und Täter zu hinterfragen, hieß es bei der vom Arbeitskreis Nord der Jugendberufshilfe der MaßArbeit und der Region des Lernens organisierten Veranstaltung.

In Kleingruppen lernten die Seminarteilnehmer vor allem praktisch das Führen konfrontativer Gespräche.   „Wir wollen nicht über Gewalt reden, sondern praxisnah und konkret mit den Seminarteilnehmern arbeiten“, so Martin Möller von der Jugendberufshilfe.
Konflikt-, Krisen- und Gewaltsituationen gehören in der pädagogischen Arbeit zum Alltag. Die Bearbeitung dieser Situationen fordert von den pädagogischen Fachkräften viel Energie und ein hohes Maß an Professionalität.
Der Nutzen eines auf die Institution zugeschnittenen präventiven Konzeptes besteht darin, dass Kinder, Jugendliche und Pädagogen befähigt werden, auftretende Konflikte frühzeitig zu erkennen und Lösungen zu entwickeln.
„Die Veranstaltung ist sehr gut angekommen“, bilanzierte MaßArbeit-Bereichsleiterin Susanne Steininger: „Es wird bestimmt eine Neuauflage geben.“

Weitere Infos zum Thema gibt es bei Martin Möller, Telefon 05439/609919.

Quelle: Pressemitteilung Landkreis Osnabrück vom 11.04.08

 
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