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Ankum. Alljährlich veranstaltet die Kolpingsfamilie Ankum Anfang des Jahres den traditionellen Handwerkerball. Am Samstag, dem 19. Januar 2008 war es wieder so weit. Im Saale Dücker wurde zu den Klängen der Band „Blue Monday“ bis in die Morgenstunden stimmungsvoll getanzt und gefeiert.
Der Ankumer Handwerkerball hat eine interessante Vorgeschichte. Die im Dorf Ankum und in der Umgebung von 1/4 Meile arbeitenden Gesellen errichteten 1857 unter Mitwirkung ihrer Meister eine Gesellen-Pflegekasse (Krankenlade), die kranken Mitgliedern die ärztliche Behandlungen und Arzneimittel finanzierte. Die Königlich Hannoversche Landdrostei in Bersenbrück genehmigte diese am 12. September 1857. Jeder Geselle zahlte ein Einschreibegeld von 25 Pfennig und acht Pfennig als wöchentlichen Beitrag. Am 26. November 1884 wurde dann im Zuge der deutschen Sozialgesetzgebung eine gemeinsame Ortskrankenkasse gegründet, die Gesellen-Pflegekasse wurde dann zum 1. Dezember 1884 aufgelöst. Es entstand die Idee, mit dem Restgeld aus der Kasse, einen Handwerkerball zu veranstalten.
Dieses Fest fand einen solchen Anklang, dass man beschloss, dies nicht eine einmalige Angelegenheit sein zu lassen, sondern alljährlich zu wiederholen. Und bis auf die Kriegsjahre ist dies auch geschehen. Traditionsgemäß ist es von damals her Brauch, dass die „Fürseuker“, bestehend aus dem Lademeister, dem Altmeister und dem Senior der Kolpingsfamilie, durch das Dorf ziehend zum Ball einladen mit einem traditionellen Spruch, der da endet: „Es beginnt um sieben und endet nach Belieben. Wer kommt um acht, muss bleiben die ganze Nacht“. Für diese Einladung bedankt man sich mit einer Zigarre.
Der diesjährige Vorstand des Handwerkerballs bestand aus Martin Brinkmann (Senior), Josef Ottens (Altmeister) und Michael Burlage (Lademeister). Turnusgemäß verlässt Josef Ottens den Vorstand und Michael Burlage übernimmt nun den Posten des Altmeisters. Neuer Lademeister für 2009 wird Gerd Thyen.
Autor: Markus Heitmann
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