In der Ratssitzung vom 18.02.08 gab Ankums Bürgermeister bekannt, dass die Planungen zur Errichtung eines Verkehrskreisels im Ankumer Unterdorf gescheitert seien. Da ein Anlieger dem Verkauf weniger Quadratmeter Grundfläche nicht zustimme, würde auf dieser Kreuzung nun eine Ampel errichtet.
Wir fragten weiter und versuchen nun einen sachlichen und allgemeinverständlichen Bericht ohne unnötige Paragrafen und Fremdwörter.
Zunächst zur Vorgeschichte, denn diese ist nicht unwichtig. Der Kreuzungsbereich im Unterdorf, beim Autohaus FIAT Berling oder auch dem Waffengeschäft Kuhlmann, eine Kreuzung von Landes- und Kreisstraßen, ist den Behörden seit langem als Unfallschwerpunkt bekannt. Hier gab es in der Vergangenheit immer wieder Verkehrsunfälle, auch mit verletzten Personen.
Alle Verantwortlichen wissen also, dass hier so rasch wie möglich etwas getan werden muß, bevor noch mehr Menschen zu Schaden kommen. Dabei schlug die Landesbehörde eine Ampel vor. Die Gemeinde Ankum widersprach, wünschte sich vielmehr einen Kreiselverkehr und wußte dieses auch zu begründen. Dazu in diesem Artikel gleich mehr.
Nun nimmt ein Verkehrskreisel mehr Fläche ein als der Straßenverlauf oder die bestehende Kreuzung selbst. Im Planungsverfahren mußte sich die Gemeinde Ankum also bemühen, neue Grundflächen von den Anliegern zu erwerben. Hierbei aber widersprach ein Anlieger. Denn aus seiner Sicht würde ihm die Abgabe der Fläche, auch wenn es hier nur um wenige Quadrtameter geht, die zukünftige Nutzung seines Grundstückes erschweren.
Gemeinsam mit dem beauftragten Planungsbüro bemühte sich die Gemeinde Ankum in drei Treffen und mit jeweils unterschiedlichen Entwürfen, eine Einigung herzustellen. Doch es blieb beim Widerspruch des Anliegers. Aus Sicht der zuständigen Landesbehörde bliebt nun also nur noch die Möglichkeit, eine Ampel zu errichten, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer in Ankum zu erhöhen.
Eine Ampelanlage aber, und da scheinen sich alle Ankumer Ratsmitglieder und Planer einig, würde auf Dauer gesehen zu erheblichen Problemen führen und auch die weitere Entwicklung des Dorfes behindern. Weiterwirkend bis in die Ankumer Hauptstraße, in welcher sich ohnehin die Probleme zu stapeln beginnen.
Wesentlich sind dabei unter anderem die Folgen eines Rückstaus des Verkehrs bei Ampel-Rotlicht in den verschiedenen Abzweigungen. Denn hier lassen sich, wie uns mitgeteilt, nur negative Auswirkungen ausdenken. Ein Ratsmitglied merkte gegenüber Ankum-Online.de noch an: "und.... was hat dieser Anlieger davon, wenn sich demnächst vor seinem Grundstück Lastkraftfahrzeuge vor der Ampel anreihen ?"
Alle von uns angesprochenen Akteure in diesem Planungsverfahren erkennen dabei an, dass der nicht zum Flächenverkauf bereite Anlieger sein Recht zum Widerspruch wahrnimmt. Ein Recht, welches ihm unbenommen bleibt. Gleichwohl sehen es manche als nicht unbedenklich an, dass dieser einzelne Widerspruch Konzepte der Ortsentwicklung in Frage stellt.
In einem Telefonat sagte uns Ankums Bürgermeister Ferdinand Borgmann: "Wir haben wirklich viel getan, um hier eine vernünftige Lösung für Ankum hinzubekommen." Neu angedachten Ideen stände er weiterhin offen gegenüber. Dabei aber drängt die Zeit. Denn niemand möchte neue verletzte Menschen an dieser Verkehrskreuzung. Eine Ampel geanu dort aber auch nicht.
Wir berichten weiter
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