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Dienstag, 18. März 2008

Studie über die Bedeutung des Internets für die Berufswahl Jugendlicher

Osnabrück. Das Internet wird für Schülerinnen und Schüler zur alternativen Informationsquelle bei der Berufswahl. Dabei sind sie vorsichtig, stehen den neuen Möglichkeiten jedoch offen gegenüber. Das zeigt eine Untersuchung von Prof. Dr. Lothar Beinke an Schulen aus dem Osnabrücker Land, die jetzt im Kreishaus vorgestellt wurde.

Foto: MaßArbeit
Die Ergebnisse einer Studie über die Bedeutung des Internets als Informationsquelle bei der Berufswahl präsentierten (von links) Prof. Dr. Lothar Beinke und Kreisrat Dr. Winfried Wilkens. Foto: MaßArbeit
Nach Untersuchungen über die Wirksamkeit der Betriebspraktika, der Beratung durch Eltern und der Hilfestellung aus Freundeskreisen erforschte Beinke in seiner neuesten Studie die Brauchbarkeit des Internets für die Berufswahl Jugendlicher. Dabei stützte er sich auf Befragungen an zahlreichen Schulen im Landkreis Osnabrück.
„Für den Landkreis Osnabrück sind die Forschungsergebnisse von besonderem Interesse, weil unsere Jugendberufshilfe bei der MaßArbeit Schulen und Jugendliche mit vielen Projekten bei der Berufsorientierung unterstützt“, sagte Kreisrat Dr. Winfried Wilkens bei der Vorstellung der Forschungsergebnisse. Die Berufsorientierung besitze eine besondere Bedeutung, weil erst ein gelungener Übergang in den Beruf den Einstieg in das lebenslange Lernen ermöglicht, sagte das für die MaßArbeit zuständige Mitglied des Kreisvorstandes.

Die Befragung von 480 Schülern der neunten und zehnten Jahrgangsstufe ergab, dass 83 Prozent das Internet zur Berufsinformation nutzen. Jedoch schätzen lediglich zehn Prozent diese Quelle als wichtig ein. Beinke führt das Ergebnis auf die Informationsflut im Internet zurück, die den Nutzern besondere Fähigkeiten abverlangt: „Die richtigen Informationen müssen gefunden, geordnet und für die eigenen Zwecke sinnvoll angewandt werden“, sagt Beinke.

In dem Ergebnis sehen Beinke und Wilkens eine Herausforderung für die Schulen, die Internetnutzung didaktisch stärker in den Unterricht einzubinden, „damit die Recherche-Ergebnisse gezielter für die individuelle Berufwahl genutzt werden können.“

Quelle: Pressemitteilung Landkreis Osnabrück vom 18.03.08

 
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