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Christian Pohlmann im Gespraech PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 30. Dezember 2007

Christian Pohlmann, Specher der FDP Samtgemeinde BSB, Foto: Ankum-Online.de
Christian Pohlmann - FDP
Die FDP in unserer Samtgemeinde besuchte am 27.12.07 das Ankumer Altenheim und übergab kurz weg eine Spende. Es ist eben Wahlkampfzeit.  Oder steckte doch mehr dahinter ? Wir fragten Christian Pohlmann, den Sprecher der Liberalen.

Ankum-Online.de

Hallo Christian. Die FDP überbrachte dem Ankumer Altenheim heute stundenlang eine Spende, die dem Förderverein des Hauses zugedacht ist. Hätte man das Geld nicht auch einfach überweisen können ?

   
Pohlmann

Hallo Franz. Ja hätte man. Aber uns war es wichtig, diesen Besuch auch zu nutzen, um die aktuelle Situation des Altenheimes kennen zu lernen. Und wir sind sehr dankbar, dass sich Frau Mathlage als Heimleiterin dafür so viel Zeit nahm.

   
Ankum-Online.de

Welche neuen Erkenntnisse gewannen die Liberalen denn an diesem Nachmittag ?

   
Pohlmann

Die Probleme in der stationären Altenpflege allgemein und auch die Situation des DRK-Altenheims in Ankum sind viel zu komplex, um darauf in kurzen Sätzen zu antworten. Ganz sicher aber verließen wir das Altenheim mit dem Gefühl, dass hier beachtliches mit einem sehr hohen Qualitätsstandard geleistet wird. Das beeindruckt schon sehr.

Der fast übermenschliche Einsatz des Pflegepersonals, Frau Mathlage erläuterte den Tagesablauf genauestens, ist bemerkenswert. Ich habe großen Respekt vor dem, was die Menschen, die in den Berufen der Altenpflege arbeiten, so leisten.
Das Altenheim, ist ein zu oft unbeachteter Mittelpunkt im Kern von Ankum, aus menschlicher und räumlicher Sicht. Menschlich der Generationen wegen, die sich dort treffen und Fürsorge leisten. Räumlich, wegen des sehr schönen Ausblicks über Ankum und der Gemütlichkeit und des „Geborgenseins“ in den Räumen des Hauses.

   
Ankum-Online.de Also desmanchen oft unbeachtet doch alles bestens ?
   
Pohlmann

Es ist aus meiner Sicht bestens, wie sich das DRK-Altenheim auf die kommenden Herausforderungen einstellt. Denn es sind ja nicht nur Maßgaben des Gesetzgebers oder der Leistungsträger, die hier Schwierigkeiten schaffen. Es entstehen auch vor Ort neue Herausforderungen, die man aber auch als Chance begreifen kann.

   
 
Ankum-Online.de
Beispielsweise ?
   
Pohlmann

Am Ankumer Krankenhaus entsteht derzeit ein weiteres Altenheim in unserer Gemeinde. Es entsteht also eine Konkurrenz für das Haus Henry Dunant. Die demografische Entwicklung wird aber dazu beitragen, dass das Haus weiterhin ausgelastet sein wird. Mit der Entwicklung einer qualifizierten Hospiz- und Palliativpflege, also der bestmöglichen Betreuung sterbender Menschen und deren Angehörigen, sichert sich das Altenheim Zukunftschancen und bereichert das pflegerische Angebot in Ankum um einen überaus wertvollen Baustein.

 
Ankum-Online.de
Ein Baustein, der Geld kostet.
Pohlmann

Geld, das nicht da ist. Richtig. Aber dankenswerter Weise entstand in diesem Jahr ein Förderverein, der sich hier einsetzen will und die ersten wichtigen Schritte dafür bereits getan hat. Ich bin zuversichtlich, dass der Förderverein und das DRK-Altenheim gemeinsam die Herausforderung schaffen werden.

   
Ankum-Online.de Die Ehrenamtlichen machen das also schon und die Politik schaut wohlwollend zu ?
   

Pohlmann

Dazu zweierlei:

Wir schaffen die vielen sozialen Aufgaben in unserer Gesellschaft, sei es nun in der Jugendarbeit oder in der Altenpflege, oder in anderen Bereichen, nicht ohne die Unterstützung von Ehrenamtlichen. Wir, wie schon vorhin angedeutet, stehen gerade auch durch den demographischen Wandel, also durch das Altern unserer Gesellschaft vor enormen, sozialen Aufgaben, die staatlicherseits allein nicht zu bewältigen sind.

Andererseits habe ich heute mit Bewunderung gesehen, wie viel ehrenamtliches Engagement hier im Altenheim schon Alltag ist. Das verdient Respekt und es die Aufgabe der Politik, dieses Engagement zu unterstützen und hier nicht auch noch Stolpersteine in den Weg zu legen. Hilfe in verschiedenster Weise, soweit die Gemeinde Ankum unterstützend bei Seite stehen kann, sollte möglich gemacht werden.

   
Ankum-Online.de Danke für das Gespräch und dann noch einen guten Rutsch ins 2008.
   
   
 
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