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14 Millionen Euro: Landkreis baut für die Bildung PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 22. Januar 2008

Wirtschaft finanziert mit bei Investitionen in sechs Schulen

Osnabrück./Oesede. Öffentlich - Private Partnerschaften sind der Weg in die Zukunft. Das macht jetzt der Landkreis Osnabrück in großem Umfang vor. In den Schulausbau an sechs Standorten investiert er mehr als 14 Millionen Euro und holt dafür die Wirtschaft mit ins Boot. „Finanziert wird das Unternehmen ohne eine Neuverschuldung im Etat 2008“, so Landrat Manfred Hugo.

Pressefoto Landkreis Osnabrück
Ran an den Bau: die Schülerinnen der Klasse 11 F1 vom Gymnasium Oesede, Angelina Dörenkämper und Victoria Gentsch sowie Landrat Manfred Hugo, Dr. Reinhold Kassing und der stellvertretende Schulleiter Ernst Rüth (von links) machen es vor.
Beschlossen hatte die „Bildungsoffensive 2008“ der Kreistag im Juli vergangenen Jahres. Mit der Unterzeichnung der Verträge wurde das europaweite Ausschreibungsverfahren jetzt abgeschlossen, und die Bagger sollen Anfang März anrollen. „Erstmals haben wir erreicht, dass öffentliche Hand und Privatwirtschaft für eine derart kräftige Investition in dieser Form zusammenarbeiten“, sagte Dr. Reinhold Kassing, Erster Kreisrat des Landkreises Osnabrück. Der Erste Kreisrat unterstrich, dass der Steuerzahler aufgrund dieser innovativen Umsetzung der Bildungsoffensive nachweislich rund 2,5 Millionen Euro spare.

Als Public Private Partnership (Abkürzung PPP), oder auch Öffentlich - Private Partnerschaft, wird die Mobilisierung privaten Kapitals und Fachwissens zur Erfüllung staatlicher Aufgaben bezeichnet. Das bedeutet, ein Investor baut und finanziert die Schulen und der Landkreis zahlt diese Investition über 15 Jahre in Raten zurück. Über eine solche Partnerschaft können alle Schulbauprojekte im Jahre 2008 verwirklicht werden, und kein Schüler muss auf Unterrichtsraum warten, den er benötigt.

Folgende Schulen in Trägerschaft des Landkreises werden nun gleichzeitig auf den neuesten Stand gebracht und ausgebaut:
Gymnasium Oesede: Das Hauptgebäude wird um zwölf Unterrichtsräume und eine Mensa erweitert. Durch schulinterne Umbaumaßnahmen werden weitere zwei Fachunterrichtsräume für die Naturwissenschaften geschaffen.
Gymnasium Melle: Auf einer Teilfläche des Gutes Rabingen entsteht ein Klassentrakt mit elf Unterrichtsräumen, darunter drei Musikräume und drei Kunsträume. Im Bereich des Innenhofes erhält die Schule eine Mensa. Im Rahmen weiterer Umbauarbeiten innerhalb des bestehenden Schulkomplexes wird auch der Bereich für die Naturwissenschaften aufgeweitet. Es entstehen zwei zusätzliche Naturwissenschaftsräume, weitere Räume werden umgebaut und saniert.
Berufsbildende Schulen Osnabrück - Brinkstraße: Die vorhandene kleine Sporthalle wird saniert und auf dem jetzigen Sportplatz nebenan entsteht eine neue Drei - Feld - Halle.
Gymnasium Bramsche: Der bestehende Verwaltungstrakt wird abgerissen und durch einen zweigeschossigen Neubau ersetzt. In diesem Zuge werden auch drei zusätzliche Klassenräume gebaut.
Integrierte Gesamtschule Fürstenau: Die vorhandene Sporthalle wird abgerissen und neu gebaut. Eine Sanierung des Gebäudes ist gegenüber einem Neubau unwirtschaftlicher.
Artland-Gymnasium Quakenbrück: Im Innenhof der Schule entsteht einen neue Mensa

Quelle: Pressemitteilung Landkreis osnabrück vom 22.01.08

 
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