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Verbessertes Hitzewarnsystem für Niedersachsen PDF Drucken E-Mail
Freitag, 2. Mai 2008

Mechthild Ross-Luttmann: "Heime, Pflegedienste und pflegende Angehörige werden schnell und direkt informiert"

HANNOVER. Auf Initiative des Sozialministeriums und des Landesgesundheitsamtes (NLGA) warnt der Deutsche Wetterdienst von sofort an alle Pflegeeinrichtungen, -dienste und pflegende Angehörige in Niedersachsen direkt vor starker oder extremer Hitze. "Per E-Mail-Newsletter können alle Pflegenden die Hitzewarnmeldungen des DWD kostenfrei abonnieren. Das vom Land angeregte und vom DWD technisch umgesetzte System ermöglicht eine noch schnellere Warnung sowie eine An- und Abmeldung durch die Nutzer selbst", erläutert Sozial- und Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann.

"Große Hitze belastet den Körper von älteren und pflegebedürftigen Menschen stärker als den von jungen und gesunden Menschen. Vor allem bei denjenigen, die auf die Pflege und Betreuung angewiesen sind, besteht ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Diesem könnten die Pflegenden durch rechtzeitiges Handeln nach einer Warnmeldung wirksam vorbeugen", so der Präsident des NLGA, Dr. Matthias Pulz.

Der DWD bestimmt als Grundlage für seine Hitzewarnungen für jeden Landkreis aus der Lufttemperatur, der relativen Luftfeuchtigkeit und der Windgeschwindigkeit die "gefühlte Temperatur". Sie ist ein besserer Maßstab für die Wirkung auf den menschlichen Körper als die gemessene Lufttemperatur allein. Bei Werten von mehr als 32 Grad besteht eine "starke Wärmebelastung", bei Temperaturen von 38 Grad eine "extreme Wärmebelastung".

Bereits im Sommer 2006 hatte Niedersachsen erstmals landesweit Pflegeheime über die kommunalen Pflegeaufsichten und Gesundheitsämter an das Warnsystem des DWD angeschlossen. Allerdings bot das bisherige System den Einrichtungen nur die Möglichkeit, sich zeitverzögert durch die jeweiligen Aufsichtsbehörden informieren zu lassen. Ebenso war es nicht möglich, selbstständig Änderungen vorzunehmen oder neue Adressaten aufzunehmen.

"Deshalb hat das Land Niedersachsen bei der Abteilung Medizin-Meteorologie des DWD angeregt, ein einfacheres und direktes Warnsystem einzuführen. Dies sollte vor allem auch pflegenden Angehörigen zugänglich sein", sagt Ross-Luttmann.

Pflegeheime, Pflegedienste und Pflegende, die künftig direkt eine Warnmeldung erhalten wollen, können sich jetzt im neuen System selbst registrieren. Dazu gehen sie einfach auf die Homepage des DWD: www.dwd.deIn der Eingabemaske sind der Name und die E-Mail-Adresse anzugeben. Außerdem ist der Landkreis auszuwählen, in dem die Pflegeeinrichtung liegt bzw. der oder die zu Pflegende lebt. Nach kurzer Zeit erhält der neue Anmelder eine Bestätigungsmail.

Alle rund 1300 Pflegeheime in Niedersachsen sind in einem Rundschreiben des NLGA über das neue System und die Anmeldung im Internet informiert worden. Weitere Informationen sowie herunterladbare Faltblätter zum Thema Sommerhitze und wie man sich davor wirksam schützen kann, gibt es im Internet unter: www.nlga.niedersachsen.de .

Herausgeber: Nds. Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit am 02.05.08

 
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